Bewertung der Herz-Kreislauf-Fitness


Testüberblick


Es wird weithin anerkannt, dass orthostatische Tests eine der effektivsten Methoden zur Messung feiner Veränderungen in der kardiovaskulären Funktion, insbesondere der regulatorischen Mechanismen des systems sind. Während der Durchführung eines orthostatischen Tests verweilt der Patient für einige Minuten in Ruhebedingungen in sitzender Position und steht dann auf. Wenn der Körper von der Rückenlage oder sitzend in die stehende Position wechselt, treten spezifische Veränderungen bei Herzfrequenz und Blutdruck als kompensatorische Reaktionen des Körpers auf. Die Tests unterstützen bei der Bewertung der Fähigkeiten des sympathischen und parasympathischen Nervensystems zur adäquaten Reaktion auf regulatorische Herausforderungen, die durch Veränderungen des körperlichen Blutvolumens im Zusammenhang mit der Schwerkraft verursacht werden. Das Testergebnis (d.h. die orthostatische Herzfrequenz) ist der Unterschied zwischen der Herzfrequenz in Rückenlage und im Stehen.

Bei einem gesunden Menschen verursacht das Aufstehen ebenso wie das Beibehalten der stehenden Position für einige Minuten eine signifikante körperliche Anstrengung. Falls jedoch eine leichte kardiovaskuläre Schwäche vorliegt oder die funktionelle Kapazität des Regulationsmechanismus des Körpers inadäquat ist, wird dieses Manöver zu einem signifikanten Stressor für den Körper.

Der orthostatische Test von VitalScan ist die quantitative und qualitative Bewertng von Fitness und Herzniveaus basierend auf der HRV-Analyse. Der Test ist schnell und effektiv und beginnt mit der Anlage einfacher, nicht-invasiver Elektroden, die wie beschrieben befestigt werden. Der Kanidat wird angehalten, für zwei Minuten zu stehen, dann für 30 Sekunden zu sitzen und dann für 30 Sekunden zu stehen. Der ganze Vorgang wird abwechselnd für drei Minuten wiederholt. Die Daten, die aus dem Hauptkardiotachogramm gesammelt wurden und das Spektrum werden analysiert, um schließlich die Ergebnisse sowohl quantitativ als auch qualitativ darzustellen.

Fitness Test

Physiologischer Hintergrund


Das unten stehende Diagramm beschreibt einen physiologischen Prozess, der während der Aufstehübung auftritt. Dieser Vorgang beinhaltet zwei Phasen.

Eine Orthostatische Kompensationsphase

Bei der Veränderung der Körperposition vom Sitzen zum Stehen sinkt Blutvolumen aufgrund der Schwerkraft zu den unteren Extremitäten. Dies verursacht wiederum einen Anstieg des arteriellen und venösen Drucks im unteren Bereich des Körpers und eine Abnahme des Blutstroms zum Herzen zurück. Der zentralvenöse Druck fällt und verursacht eine Abnahme des Schlagvolumens und kardialen Auswurfs. Weniger Blut wird in die großen Arterien gepumt, daher fällt der arterielle Mitteldruck.

Um Schwindel oder Ohnmacht aufgrund der begrenzten Blutversorgung zum Gehirn zu verhindern, nimmt der Blutdruck in den großen Arterien zur Kompensation und Regulation ab. Das Ziel dieses Regulationsmechanismus ist das möglichst schnelle Erreichen eines normalen Blutdrucks, während eine adäquate Versorgung der lebenswichtigen Organe sichergestellt ist.

Ein Schlüsselaspekt dieser regulatorischen Reaktion ist der sogenannte Baroreflex. Barorezeptoren, die der Wand des Aortenbogens und beiden Karotiden angeordnet sind, messen kontinuierlich Veränderungen des arteriellen Mitteldrucks. Wenn der Mitteldruck fällt (zum Beispiel, beim Aufstehen) steigt die Stimulation der Barorezeptoren und entsprechend aktivieren diese das vasomotorische Zentrum im Hirnstamm. Eine erhöhte Stimulation des vasomotorischen Zentrum führt zu einem sofortigen Anfall des parasympathischen Tonus und einem schnellen Anstieg des sympathischen Tonus.

Die Kombination eines verminderten parasympathischen Tonus mit einem erhöhten sympathischen Tonus verursacht einen schnellen Anstieg der Herzfrequenz, Kontraktilität des Herzmuskels und eine periphere arterielle Vasokonstriktion. Außerdem kontrahiert die Skelettmuskulatur und verschiebt dadurch Blut aus überdehnten Venen zum Herzen. Insgesamt führt dieser Prozess zu einem Anstieg des Schlagvolumens, kardialen Asuwurfs, arteriellen Mitteldrucks und letztlich erreicht der Körper die Kompensation des durc das Aufstehen verursachten Kreislaufdefizits.

Eine Orthostatische Erholungsphase

Sobald die Kompensation die durch das Aufstehen verursachte Kreislaufdefizienz erreicht wurde, beginnt der Körper mit einer Erholungsphase, um das Gleichgewicht in der neuen stehenden Position zu finden. Im Streben nach einem Ausgleich werden Herzfrequenz, Schlagvolumen und arterieller Blutdruck vermindert.

Die Stimulation der Barorezeptoren nimmt auch ab, was dann die Stimulation des vasomotorischen Zentrums im Hirnstamm verringert, die parasympathische Aktivität nimmt zu und die sympathische Aktivität nimmt ab. Diese komplexe Kette von Ereignissen führt schließlich zu einer schrittweisen Abnahme der Herzfrequenz und Kontraktilität, was das Schlagvolumen, den kardialen Auswurf und den arteriellen Mitteldruck auf ein der neuen Körperposition angemessenes Maß reduziert.

Es ist ausreichend klar, dass Regulationsmechanismen, dem Körper erlauben, sich an die Anforderungen seiner Umgebung anzupassen, essentiell für die allgemeine Gesundheit des menschenlichen Körpers sind. Die Bedeutung der Bewertung der kardiovaskulären Regulationsfähigkeit kann daher nicht genug betont werden. Das autonome Nervensystem, genauer des sympathischen and parasympathischen Nervensystems sind zentral für die Regulationsfähigkeit, daher ist es wichtig, die Effizienz dieser Systeme zu evaluieren. Die einfachste und effektivste Methode dafür ist das Aufstehmanöver.

Testergebnisse


Sobald der Test aufgezeichnet wurde, werden die folgenden kardiovaskulären und HRV-Parameter durch die Software berechnet.

HRV-Messung Eines Aufsteh-Manövers

Die Analyse des Aufsteh-Manövers berechnet spezifische HRV-Parameter und beschreibt damit die physiologische Reaktion des kardiovaskulären Systems auf das Aufstehmanöver, wenn die Position des Körpers von der sitzenden zur stehenden Position verändert wird.

Die Folgenden Parameter Werden Berechnet:

Die kardiovaskuläre Toleranz ist ein Hinweis auf die dynamischen Regulationsreserven des kardiovaskulären Systems. Sie basiert auf den während der Ausführung des Aufstehmanövers berechneten HRV-Parametern (d.h. eines physiologischen Umstellungsprozesses). Die Bewertung der kardiovaskulären Toleranz basiert auf dem Vergleich der aktuell berechneten Werten versus dem vorhergesagten Wert und dem normativen Bereich. Dieser Parameter weist auf die Fähigkeit des Herzkreislaufsystems hin, körperliche oder emotionale Herausforderungen zu tolerieren. Je höher der Parameter, desto besser und effizienter ist die Reaktionsfähigkeit des Systems auf Veränderungen.

Die kardiovaskuläre Anpassung wird basierend auf den während Werten, die während des fünfminütigen Zeitraums sitzend-zu-stehend gesammelt wurden, berechnet. Dieser Parameter weist auf die Fähigkeit des Herzkreislaufsystems zur Anpassung auf physiologische Veränderungen hin, die durch körperliche oder emotionale Aufgaben verursacht wurden. Diese Bewertung basiert auf Veränderungen in der autonomen Regulationsfunktion während Herausforderungen. Je höher der Parameter, desto besser die Fähigkeit des Herzkreislaufsystems zur Kompensation und Anpassung auf Veränderungen im Körper.

Sowohl die kardiovaskuläre Toleranz als auch die Anpassung sind Hinweise auf die regulatorische Funktion. Wenn Werte niedrig sind und für einen längeren Zeitraum unter dem Normalwert bleiben, kann dies auf eine kardiovaskuläre Störungen hindeuten, die einfach eine Folge schlechter Gesundheit sein und ernsthaftere kardiovaskuläre Störungen vorhersagen könnten.

Physiologische Grundlage des Fitnesstests


Die Bewertung der Fitness misst die Antwort der Herzkeislaufreaktion während orthostatischem Stress (d.h. Bewegung von einer sitzenden in eine stehende Position). Diese Antwort beinhaltet die Vasokontriktion der peripheren Blutgefäße (Arteriolen) und einen Anstieg der Herzfrequenz. Diese beiden regulatorischen Antworten schützen das Gehirn vor einen ernsthaften Absinken der Sauerstoffversorgung, wenn die Körper vom Sitzen zum Stehen wechselt. VitalScan misst und berechnet die Veränderung im Kardiotachogramm und Frequenzbereich der Kardiointervalle während des Tests. Diese beiden Faktoren sind abhängig von den individuellen Fitnesslevels, welche die Fähigkeit von Herz und Blutgefäßen zur Bewältigung von othostatischem Stress bestimmen.

Die Bewertung vom Zustands des ANS eines Patienten mit dem VitalScan Fitnesstest vor und nach jeglicher Behandlung kann eine genaue und zuverlässliche Evaluation der Behandlungseffizienz bieten. In der Kardiologie ist es zum Beispiel wichtig, die Effektivität von Betablockern zu bewerten, um die therapeutische Strategie zu optimieren und in der klinischen Pharmakologie ist es lebenswichtig, den Einfluss zahlreicher Medikamente auf die autonome Funktion zu bewerten. Die VitalScan Fitnessbewertung ist für die Analyse der Gesundheit von Menschen nützlich, die an kardiovaskulären Störungen wie hohem/ niedrigen Blutdruck, Myokardsklerose, verschiedenen Formen von Kardiomyopathien, Herzinfarkt, Herztransplantation etc. leiden. Die aus dem VitalScan Test gewonnenen Daten können verwendet werden, umtraditionelle Prozeduren zu ergänzen, indem sie eine umfangreiche Bewertung des Herzkreislaufsystems bieten.

Wesentliche Ergebnisse


Die Ergebnisse des VitalScan Fitnesstests basieren auf der Zeitbereich- und Frequenzbereichanalyse. Diese sind die signifikantesten Faktoren in der Fitnessanalyse. Der komplette Anwendungsbereich der individuellen Fitnesskondition wird auf einer Skala angezeigt, die den Fitnesslevel in Kombination mit numerischen Werte für die folgenden Indices darstellt:

• Trainings- (Fitness-) index
• Kardialer Koeffizient
• Gefäßkoeffizient

Statistisch wichtige Beziehungen bestehen zwischen den Ergebnissen des Fitnesstests und den Ergebnissen, die in der Bewertung der Fahrrad ergometrischen Testergebnisse bei maximaler Arbeitsbelastung entstehen.

Die VitalScan Fitnessanalyse ist das Ergebnis einiger Jahre angewandter wissenschaftlicher Forschung, bei der Sportler, ganz normale Erwachsene und Herzkreislaufpatienten involviert waren. Als Folge dieser gründlichen Forschung und Tests, können Schlussfolgerungen bezüglich der Ergebnisse der Bewertungen und assoziierter Gesundheitsrisiken gezogen werden.

Beschreibung der Ergebnisse des Fitnesstests


Die folgenden Koeffizienten werden aus dem Hauptkardiotachogramm und Frequenzbereich berechnet. Auf assoziierte Gesundheitsrisiken kann basierend auf umfangreicher Feldforschung und angewandten Tests geschlossen werden.

KARDIALER KOEFFIZIENT

Ein nicht wünschenswertes Ergebnis für diesen Koeffizienten (d.h. unter sechs abhägigen Einheiten) kann ein inadäquates Herztraining und ebenso einen Prozess, der die Intensität der myokardialen Kontraktionen verringert, anzeigen.

GEFÄßKOEFFIZIENT

Ein ungünstiges Ergebnis für diesen Koeffizienten (d.h. unter sechs relativen Einheiten) kann eine verminderte Sensitivität der Barorezeptoren anzeigen. Der Grund dafür beinhaltet einen Anstieg des Blutdrucks oder die Anfangsstadien von Artheriosklerose.

TRAININGs- (FITNESS-) INDEX

Dies ist die allgemeine Bewertung der Fähigkeit des Patienten, auf orthostatische Belastungsanforderungen zu reagieren. Werte des Fitnessindex von unter sechs (in relative Einheiten) sind ungünstig und können das Ergebnis von Immobilisation, Fettleibigkeit, Rekonvaleszenz obesity und anderen Arten von Krankheiten, die den körperlichen Zustand eines Menschen beeinflussen sein.

Eine statistisch wichtige Korrelation wurde zwischen den Ergebnissen der Fitnessanalyse und der Fahrrad ergometrischen Bewertung der maximalen Arbeitskapazität ergeben. Der Vorteil des VitalScan Fitnesstests ist eine einfachere, schnellere und sicherere Durchführung, was ihn für präventative Massenuntersuchungen passend macht.

Ungünstige Ergebnisse der Fitnessanalyse Tendieren Dazu Gefährlich zu Sein


Immobilisation und Fettleibigkeit führen zu einer schlechten körperlichen Fitness. Dies ist ein wesentlicher Faktor eines erhöhten Gesundheitsrisikos in Bezug auf kardiovaskuläre und andere pathologische Störungen.